| Inhaltsübersicht |
| Einführung in den 3D-Druck mit Verbundwerkstoffen |
| Verbundwerkstoffe für den 3D-Druck |
| Geeignete 3D-Drucker |
| Druckeinstellungen und Slicing für Verbundwerkstoffe |
| Nachbearbeitung von 3D-Drucken aus Verbundwerkstoffen |
| Beispiele für Verbundwerkstoffteile und deren Anwendungsbereiche |
| Fortgeschrittene Techniken im 3D-Druck mit Verbundwerkstoffen |
| Nachbearbeitung zur Leistungssteigerung |
| Materialprüfung und Zertifizierung |
| Die Zukunft des 3D-Drucks mit Verbundwerkstoffen |
| Schlussfolgerung |
| FAQs |
3D-Druck Die Verwendung von Verbundwerkstoffen stellt eine ausgefeiltere Idee dar als der herkömmliche 3D-Druck mit Kunststoffen wie PLA oder ABS. Materialien wie Kohlefaser, Glasfaser und Endlosfaserverstärkungen können in die 3D-Drucke integriert werden, wodurch die fertigen Produkte wesentlich stabiler und zugleich leichter werden. KohlefaserFilamente sowie durchgehende Kohlenstofffaser- oder Glasfaserstränge, die zu einem Filament verwoben oder Schicht für Schicht aufgetragen werden, führen zu 3D-gedruckten Bauteilen, die Kräften besser standhalten als herkömmliche Kunststoffe. In diesem Leitfaden erfahren Sie, was den Verbundwerkstoff-3D-Druck eigentlich ausmacht und wie Sie mit diesem Verfahren beginnen können. Er behandelt Themen wie geeignete CFF-Materialien, empfohlene 3D-Drucker, die richtige Vorbereitung der Drucke sowie Beispiele für verschiedene gedruckte Verbundwerkstoffe und deren Anwendungsmöglichkeiten. Wenn Sie die in diesem Leitfaden beschriebenen Methoden verstehen, beherrschen Sie die Herstellung zuverlässiger Endprodukte aus Hochleistungs-Verbundwerkstoffen.
Verbundwerkstoffe für 3D-Druck
Faserverstärkte Filamente
Kurze Fasern werden in Filamenten verwendet, um verschiedene Teile eines 3D-gedruckter Kunststoff. Dazu gehören beispielsweise Kohlefaserfilamente und Glasfaserfilamente. Kohlefaserfilamente bestehen aus kurzen Kohlefasern mit einer Länge von ¼ Zoll, die in ein Kunststoffpolymer eingebettet sind. In unseren Experimenten erhöht die Kohlefaser die Festigkeit und verbessert die Steifigkeit der Drucke. Die kurze Faserlänge bedeutet jedoch, dass es in Drucken nicht so fest ist wie Endlosfasern. Es ist zudem deutlich bruchanfälliger als Glasfaser. Dennoch ermöglicht Carbonfaser die Herstellung von vergleichsweise sehr festen, aber relativ leichten Bauteilen, die sich gut für Anwendungen wie Gehäuse, Einfassungen und andere Bereiche eignen, in denen Festigkeit und Robustheit gefragt sind. Glasfaserfilamente bestehen aus kurzen Glasfasersträngen und nicht carbon.It liefert robuste Drucke, die dicht, hitzebeständig und weniger spröde sind als Kohlefaser. Glasfaserdrucke eignen sich gut für Steckverbindungen, Gehäuse und Prototypenwerkzeuge. Ein Nachteil ist, dass die Festigkeitssteigerung gegenüber einfachem Kunststoff nicht so groß ist wie bei Kohlefaser.
Verstärkung mit Endlosfasern
Kohlefaser-Faserbündel/Band
Bei der Verstärkung mit Endlosfasern werden lange, ununterbrochene Kohlenstofffaserstränge Schicht für Schicht direkt in 3D-Drucke eingebracht. Gängige Endlosfasern sind Kohlenstofffaser-Tow oder -Band. Als „Tow“ bezeichnet man viele zu einem Bündel zusammengefasste Filamente, während bei einem „Band“ einzelne Filamente zusammengehalten werden.
Die Carbonfasern werden in ein Matrixmaterial wie ABS oder PLA eingebettet, das anschließend im 3D-Druckverfahren hergestellt wird. Die Verwendung durchgehender Carbonfasern führt zu unglaublich festen Druckergebnissen, die sich fast wie Carbonfaserverbundwerkstoffe verhalten. Die verlängerten Fasern richten die Festigkeit in strategischen Belastungsrichtungen aus. Die Teile halten hohen Stoß-, Zug- und Biegekräften stand.
Anwendungen
- Kohlefaser eignet sich besonders gut für strukturelle oder tragende Anwendungen, bei denen eine hohe Festigkeit bei geringem Gewicht gefragt ist, wie beispielsweise bei Drohnen, Robotern und Gehäusen.
- Glasfaser eignet sich gut für Gehäuse, Einfassungen und Schnappteile, bei denen es auf Langlebigkeit und Hitzebeständigkeit ankommt.
- Tow/Tape bietet hohe Leistungsvorteile und eignet sich für funktionale Prototypen, Serienformen und Komponenten für die Luft- und Raumfahrt.
Geeignete 3D-Drucker

Fused Filament Fabrication (FFF/FDM)
FFF/FDM-Drucker wie der Prusa MK3s, der Ultimaker S5 und der MakerBot Method eignen sich gut für Verbundfilamente und den Layup-Druck mit Endlosfasern. Beim FFF-Verfahren wird das Verbundfilament extrudiert, um die Schichten während des Druckvorgangs miteinander zu verschmelzen. Die einzelnen Kohlenstofffasern sind zufällig ausgerichtet, doch die Gesamtfestigkeit verbessert sich. Die niedrige Viskosität des geschmolzenen Kunststoffs sorgt dafür, dass die Endlosfasern gut benetzt werden, was zu einer guten Haftung zwischen den einzelnen Schichten im Verlauf der Druckkopfbewegung führt.
Einsteiger können mit kostengünstigen Druckern wie dem Ender 3 beginnen, während ambitionierte Anwender größere Modelle wie den Lulzbot TAZ oder individuell modifizierte Geräte bevorzugen. All-in-One-Lösungen wie der Mark Forged Mark Two verfügen über eine integrierte Funktion zur kontinuierlichen Faserablage.
Stereolithografie (SLA) und Digital Light Processing (DLP)
SLA DLP-Drucker bieten zudem Vorteile hinsichtlich der Auflösung bei Verbundwerkstoffen. Der Formlabs Form 3 druckt verschachtelte Endlosfasernetze mit hoher Präzision. Harze, die suspendierte Keramik- oder Graphenpartikel enthalten, ergeben sehr feste, hitzebeständige Teile. Die Aushärtung erfolgt schnell Schicht für Schicht, sodass sich die Fasern während des Druckvorgangs nicht verschieben. Stützstrukturen können jedoch die Fasern beschädigen, was eine zusätzliche Nachbearbeitung erforderlich macht.
Selektives Laser-Sintern (SLS)
Mit dem SLS-Verfahren lassen sich unverstärkte Nylon- und Verbundpulver, die über koaxiale Zuführungen eingebracht werden, im 3D-Druck verarbeiten. Die EOS P 395 beispielsweise fügt während des Druckvorgangs lange Kohlenstofffasern ein. Die Bauteile weisen eine hohe Kriechfestigkeit auf und halten Kräften in jeder Ausrichtung stand. Allerdings ist diese Technologie mit höheren Kosten verbunden.
Druckeinrichtung und Slicing

Einstellungen für den Schneideautomat
Bei der Einrichtung von Slicer-Profilen für Verbundwerkstoffe sollten Sie langsamere Geschwindigkeiten als bei üblichen Drucken wählen. Geringere Geschwindigkeiten von etwa 30 mm/s geben den Fasern Zeit, sich richtig einzubetten. Auch die Temperatur sollte fein abgestimmt werden, damit das Füllmaterial um die Fasern herum vollständig schmilzt. Zusätzliche Trennschichten unterstützen die Haftung.
Die Stützeinstellungen müssen optimiert werden, um den Kontakt mit den Fasern zu minimieren. Auf großen Flächen können oft Rafts anstelle von Stützen verwendet werden. Brims sorgen für zusätzliche Haftung, ohne den Druck zu berühren.
Werkzeuge und Beladung
Kohlefaserstränge müssen vor der Verwendung zugeschnitten werden. Eine Schere reicht zwar aus, aber am besten eignet sich ein Rasiermesser. Führen Sie die Stränge mit einer Pinzette vorsichtig in den Einzug ein.
Bei Layup-Druckern sollten Sie die Endlosfaserspule und das Matrixfilament separat einlegen, um den Durchfluss zu steuern. Kalibrieren Sie das System so lange, bis sich beide an der Spitze präzise verbinden.
Kalibrierung
Testen Sie eine einfache 3D-Form bei niedriger Geschwindigkeit mit unterschiedlichen Extrusionsbreiten und Überlappungen. Prüfen Sie das Modell auf Hohlräume, Knicke und Festigkeit, um die optimalen Einstellungen zu ermitteln.
Bettadhäsion
Für Drucke aus Kohlefaser wird eine Raft-Schicht empfohlen. Um ein Ablösen der ersten Schichten zu verhindern, sind möglicherweise Klebstoff oder Klebeband erforderlich. Brims sorgen für zusätzlichen Halt, ohne den eigentlichen Druck zu berühren.
Nachbearbeitung
Entfernung der Stütze
Bei SLA-/DLP-Drucken lösen Sie die Stützstrukturen in Wasser auf, um sie schnell und ohne Beschädigung der Teile zu entfernen. Oder polieren Sie die Oberflächen mit Aceton, um sie zu glätten.
Fertigstellung
Schleifen Sie mit Schleifpapier ab Körnung 150 und steigern Sie die Körnung schrittweise bis 400 oder 600. Dadurch werden die Schichten geglättet und Unebenheiten ausgeglichen.
Tragen Sie eine Spachtelgrundierung oder Spachtelmasse auf, um die verbleibenden Poren zu füllen. Nach dem Trocknen erneut anschleifen.
Grundierungen verbessern die Haftung der Farbe und tragen zu einem glänzenden Finish bei. Verwenden Sie Grundierungen, die für Kunststoffe geeignet sind.
Abdichtung
Tragen Sie mit einem Pinsel 2–3 dünne Schichten Polyurethan-Versiegelung auf. Dies festigt und schützt die Drucke und sorgt gleichzeitig dafür, dass die Oberfläche weiterhin überstreichbar bleibt.
Malerei
Autolacke zum Sprühen oder Auftragen mit dem Pinsel für ein hochwertiges Lackierergebnis. 2K-Lacke (Zweikomponentenlacke) sorgen für Ergebnisse in Ausstellungsqualität.
Klarlack
Tragen Sie 2–3 dünne Schichten klares Polyurethan auf, um die Farbschicht zu versiegeln und zu schützen. Polieren Sie die Oberfläche nach Belieben.
Zu vermeiden: Verfahren, bei denen Dämpfe wie Aceton entstehen, oder Chemikalien, die Fasern beschädigen könnten, wie beispielsweise Farbverdünner.
Beispiele für Verbundbauteile
Motorsport
Spoiler aus Kohlefaser
Ein Heckspoiler wurde flach aus Carbonfaser-Filament gedruckt und anschließend mithilfe einer Form thermogeformt. Beim Druck wurden die Fasern parallel zur Strömungsrichtung aufgebracht. Durch heißes Wasser wurde die Form behutsam herausgeformt.
Bremsluftkanäle aus Glasfaser
Diese Kanäle, die Luft zu den Bremsen leiten, wurden zunächst als Form aus PLA gedruckt. Anschließend wurden sie zur Abdichtung beschichtet. Glasfaserharz und Glasfasermatten wurden eingelegt und ausgehärtet.
Robotik
Verstärkte Drohnenarme
Die Arme wurden in zwei Teilen aus Kohlefaser gedruckt. Die Verbindungsstellen wurden mit Epoxidharz verklebt. Kohlefaserband verstärkte die Verbindungsstellen, während aus TPU gedruckte Buchsen die Beweglichkeit unterstützten.
Greifer aus Kohlefaser
Greifer zum Aufnehmen von Gegenständen erfordern Festigkeit und präzise Abmessungen. Die Backen aus Gussnylon und die Gehäuse aus PLA wurden faserverstärkt. Durch das Einbringen von Kohlefasersträngen wurden sie besonders robust.
Fertigung
Prototyp-Gehäuse aus Glasfaser
Die Form für ein Gehäuse wurde auf dem Mark 2 in 0,5-mm-Schichten aus ABS und Glasfaser-Endlosfasern im 3D-Verfahren hergestellt. Sie hält dem Schleifen und dem Prototypenbau stand.
Verbundwerkstoff-Spritzgussform
Durch die Verwendung von Hochtemperatur-ABS und HexTow auf dem Fortus 450mc leitet die Form dieses Bremsverteilerblocks die Kühlung und hält den Einspritz-Temperaturen stand.
Verbraucher
Handyhülle aus Kohlefaser
Diese Hülle, bei der P3-Metall zum Einbetten von unidirektionalem Prepreg in ausgerichtete Schichten verwendet wird, schützt vor Stößen und passt sich verschiedenen Smartphone-Modellen präzise an.
Glasfaserrahmen
Die Brillenfassungen wurden aus ABS mit Glasfaser gedruckt, um Komfort, Flexibilität und Schlagfestigkeit zu gewährleisten. Die dünnen Wände wurden durchgehend verstärkt.
Kunst/Design
Skulpturen aus Endlosfasern
Komplexe Formen wie gewundene Korallen wurden aus Nylon mit langen Kohlefasern nachgebildet, wobei die Konturen für Festigkeit sorgten, ohne die Ästhetik zu beeinträchtigen.
Faserverstärkte 3D-Drucke
Kunstwerke werden mit Glasfaser-Schnitzeln in ASA verstärkt, das auf einem Markforged-Drucker gedruckt wird, ohne dass dabei die Detailauflösung durch die mit Endlosfasern verstärkten Drucke beeinträchtigt wird.
Fortgeschrittene Techniken
Layup-Druck
Der Layup-3D-Druck ermöglicht eine präzise, unidirektionale oder gewebte Faserplatzierung. Der Markforged Mark Two druckt ABS und legt dabei kontinuierlich Carbonfaserspulen oder Gewebebahnen, beispielsweise im Köpergewebe, auf. In jeder Schicht werden die Verstärkungen mithilfe einer Bildverarbeitungssteuerung präzise platziert. Komplexe Geometrien wie Gitterstrukturen lassen sich auf minimalistische Weise verstärken.
Multimaterial-Multiextrusion
Einige Drucker, wie beispielsweise der Formlabs Form 3, können dank unabhängiger Extruder mehrere Materialien gleichzeitig drucken. So lassen sich Nylonteile mit selektiven Oberflächen aus freiliegenden, durchgehenden Kohlefaser- oder Kevlar-Strängen herstellen. Unterschiedliche optische Eigenschaften unterstreichen strategische Richtungen mit hoher Beanspruchung.
Modellierte Verstärkungen
In CAD-Programmen wie Fusion 360 können Verstärkungspfade in die Entwürfe eingezeichnet werden, die vom Drucker direkt erkannt und nachverfolgt werden. Interne Gitter verstärken Bauteile dort effektiv, wo es erforderlich ist, ohne überschüssiges Material hinzuzufügen. Slicer erkennen diese Pfade nun, um eine optimale Verstärkung zu gewährleisten.
Projekte zur Prototypenentwicklung mit Verbundwerkstoffen
Ein Drohnen-Rumpf wurde im Layup-Verfahren mit einer Schichtdicke von 0,1 mm aus ABS und unidirektionaler Kohlefaser gedruckt. Die inneren Kanäle wurden mitgedruckt. Die Sensoren wurden direkt eingegossen.
Es wurde ein Prototyp eines High-End-Rollers entwickelt. Die Rahmenteile wurden aus Endlosfaser-Nylon gedruckt. Zur Demonstration der Integration wurden die interne Verkabelung und die Steuerungen eingebaut.
Embedded-Elektronik
Sensoren, Batterien und einfache Schaltkreise können beim 3D-Druck in Verbundteile eingegossen werden, indem die Komponenten in offene Hohlräume eingelegt und anschließend eine versiegelte Deckschicht gedruckt wird. Verstärkungen sichern die Verbindungen. Für den Zugriff zur Programmierung können Öffnungen hinzugefügt werden.
Nachbearbeitung zur Leistungsoptimierung
Optimierung der Füllung
Waben- und Dreiecksausfüllungen maximieren die Festigkeit bei niedrigen Dichten unter 30%. Bei Dichten über 40% sind geradlinige Strukturen am besten geeignet. Entlang der Lastpfade ausgerichtete Linien verbessern das Verhältnis von Festigkeit zu Gewicht bei Verbundbauteilen.
Thermische Aushärtung
Bei Teilen aus Kunststoffen sorgt eine zusätzliche Wärmeaushärtung dafür, dass die Polymere vollständig vernetzt werden, um optimale Eigenschaften zu erzielen. Üblicherweise werden die Teile nach dem Druck 2 Stunden lang bei 80 °C in einem Konvektionsofen ausgehärtet.
Zerspanung
Durch die konventionelle CNC-Bearbeitung werden 3D-gedruckte Verbundwerkstoffe perfektioniert. Das Fräsen von Taschen und Nuten ergänzt den 3D-Druck bei beweglichen Beschlägen, Anschlüssen oder anderen Befestigungselementen. Das Bohren von Befestigungslöchern rundet die Prototypen ab.
Verklebung
Verwenden Sie zum Verkleben oder Reparieren Epoxidharze, die speziell für Verbundwerkstoffe entwickelt wurden. Eine entsprechende Oberflächenvorbereitung verbessert die Haftung. Während der Aushärtung festklemmen. Mit speziell angefertigten Klebstoffen lassen sich Drucke aus verschiedenen Materialien miteinander verbinden.
Oberflächenbehandlungen
Das Schleifen mit feiner Körnung sorgt für eine glatte Oberfläche. Grundierungen verbessern die Haftfähigkeit der Farbe und die Korrosionsbeständigkeit. Die chemische Passivierung schützt Metallteile. Das Eloxieren erhöht die Härte und Verschleißfestigkeit von Aluminium und erweitert die Möglichkeiten der Farbgebung.
Montage
Nach der Bearbeitung können die Teile verschraubt, einrastbar verbunden oder ultraschallgeschweißt werden. Befestigungslaschen verstärken die Verbindungen und vereinfachen gleichzeitig die Konstruktion.
Materialprüfung und Zertifizierung
Mechanische Prüfungen
Zug-, Biege- und Izod-/Charpy-Schlagversuche dienen zur Bestimmung der Festigkeit, Steifigkeit und Zähigkeit eines Werkstoffs. ASTM-Normen wie D638, D790 und D256 legen die Prüfverfahren fest.
Standards für den 3D-Druck
Bei additiven Fertigungsverfahren müssen Schichtgrenzen und Anisotropie berücksichtigt werden. Die Norm ASTM F2971 enthält Richtlinien für die Prüfung von 3D-gedruckten Thermoplasten.
Dokumentation
Führen Sie eine Projektdokumentation, in der Materialien, Druckeinstellungen, Nachbearbeitung und Testverfahren ausführlich beschrieben sind. Halten Sie alle Messwerte fest.
Zertifizierungen
In regulierten Branchen sind für bestimmte Komponenten unter Umständen eine ISO- oder FDA-Zulassung erforderlich. Die Zertifizierung durch Underwriters Laboratories belegt die Sicherheit. Die Daten belegen die Einhaltung der Vorschriften.
Zerstörungsfreie Prüfung
Der Ultraschall-C-Scan erkennt innere Fehler. Die Röntgenradiographie macht Fehler sichtbar. Mit Eindringmitteln lassen sich Oberflächenrisse aufspüren. Diese Qualitätskontrolle gewährleistet die Unversehrtheit.
Die Bedeutung von Tests
Zertifizierte Daten sind erforderlich, um nachzuweisen, dass Teile für die Luftfahrt, medizinische Anwendungen oder andere kritische Bereiche den in der Praxis auftretenden Belastungen standhalten. Durch Tests wird die Haftungssicherheit für gedruckte Verbundwerkstoffkomponenten gewährleistet. Wiederholte Validierungen gewährleisten eine gleichbleibende, zuverlässige Qualität.
Schlussfolgerung
Zusammenfassend bietet dieser Leitfaden einen Überblick über fortgeschrittene 3D-Drucktechniken unter Verwendung von Verbundwerkstoffen. Zu den wichtigsten Lerninhalten zählen geeignete Materialien wie Kohlefaser- und Glasfaserfilamente sowie Endlosfaserverstärkungen. Empfehlungen zu FFF-/SLA-/SLS-Druckern, optimierte Slicing-Profile und Nachbearbeitungsschritte wie die maschinelle Bearbeitung wurden behandelt. Beispielhafte gedruckte Verbundbauteile veranschaulichten Anwendungsmöglichkeiten im Motorsport, in der Robotik, in der Fertigung und darüber hinaus. Fortgeschrittene Methoden wie das Layup-Drucken, die Integration eingebetteter Elektronik und leistungsorientierte Techniken wie die Wärmehärtung erweitern die kreativen Möglichkeiten von Verbundwerkstoffen. Die Festigkeit und Anpassungsfähigkeit von 3D-gedruckten Verbundwerkstoffteilen macht sie ideal für funktionale Prototypen und Produktionsanwendungen. Da sich sowohl die Materialien als auch die Verfahren kontinuierlich verbessern, verspricht der 3D-Druck mit Verbundwerkstoffen eine zunehmend vielversprechende Zukunft in der Fertigung. Die Leser werden ermutigt, neue Wege im Design maßgeschneiderter Verbundwerkstoffkomponenten zu beschreiten.
FAQs
F: Welche Drucker eignen sich am besten für Einsteiger, die sich für Verbundwerkstoffe interessieren?
A: FFF-Drucker der Einstiegsklasse wie der Ender 3 sind kostengünstige Optionen, um erste Versuche zu starten. Mit ihnen lassen sich einfache Teile mit faserverstärktem Filament drucken.
F: Wie kann ich verhindern, dass die Fasern beim Drucken beschädigt oder geknickt werden?
A: Fahren Sie langsamer, nutzen Sie Stützvorrichtungen und optimieren Sie die Beheizung, um die Fasern vollständig einzubetten. Das richtige Einlegen von Endlosfasern ist ebenfalls wichtig, um Verhakungen zu vermeiden.
F: Welche Nachbearbeitung ist für hochfeste Verbundwerkstoffteile erforderlich?
A: Durch Schleifen, Spachteln, Grundieren und Lackieren lassen sich langlebige Oberflächen erzielen. Zusätzliche Aushärtungsmaßnahmen wie Wärmebehandlung können die Haftung zwischen Fasern und Kunststoff verbessern und so für hervorragende mechanische Eigenschaften sorgen.
F: Kann ich Elektronik in Verbundwerkstoffteile einbauen?
A: Ja, indem man Bauteile vor dem Versiegeln der Schichten in offene Hohlräume einsetzt. Verstärkungen sichern die Verbindungen. Man sollte Ausgänge für Kabel einplanen, um zu vermeiden, dass Elektronik mitversiegelt wird.
F: Wie kann ich prüfen, ob meine Verbundwerkstoffteile dem Einsatz standhalten?
A: Führen Sie Prüfungen wie Zug- oder Schlagfestigkeitsprüfungen nach ASTM durch und vergleichen Sie die Ergebnisse mit den Anforderungen der jeweiligen Anwendung. Für Sicherheitsanwendungen wie beispielsweise in der Luft- und Raumfahrt kann eine Zertifizierung erforderlich sein.
